Schädlinge im Überblick

Wir haben Ihnen hier eine Übersicht der häufigsten Schädlinge zusammengestellt. Dabei haben wir unterschieden zwischen Hygiene-Schädlinge, Lästlinge, Vorrats-Schädlingen und Material Schädlinge.

Hygiene-Schädlinge
Unter Hygiene-Schädlinge sind alle Schädlingen und Blutsauger zu verstehen, die Menschen und Tiere durch Bisse und Stiche Schmerzen zufügen. Zudem übertragen durch die verschiedensten Kontaktmöglichkeiten Krankheitserreger und können durch Ausscheidungen Allergien hervorrufen.

Zecken
Zecken kommen in Nistplätzen von Tauben und Vögeln vor und dringen dabei aber auch in Wohnräume ein, die nicht mehr bewohnt sind. Aus diesem Grund sollten Sie Nester an Ihrem Haus immer kontrollieren. Zecken bleiben rund fünf bis sechs Tage festgesaugt und fallen im Anschluss ab um die aufgenommene Nahrung zu verdauen. Besonders interessant – Zecken können bis zu drei Jahre hungern.

Ratten
Besonders häufig trifft man Ratten auf Müllplätzen, da diese sich von Verschmutzungen und Fraß der Nahrungs- und Futtermittel aller Art angezogen fühlen. Ratten zerstören durch Ihre Nagetätigkeit Verpackungs- und Baumaterialien und können aber auch Schäden an Feldbeständen anrichten. Zudem jagen und töten Ratten auch kleinere Haustiere. Ratten übertragen direkt und indirekt eine Vielzahl von Krankheiten wie Cholera, Pest, Ruhr, Typhus, Maul- und Klauenseuche und Trichinose.

Pharaoameisen
Pharaoameisen werden durch den Warenverkehr verschleppt. Sie leben in warmen Umgebungen und legen ihre vielen Zweignester im Mauerwerk an. Aus diesem Grund sind sie auch so schwer zu bekämpfen. Pharaoameisen halten sich in Wandritzen, zwischen Wänden, hinter Fliesen, warme Leitungsschächte und unter Fußböden auf. Sie fressen alles, bevorzugen aber vor allem Süßes und eiweißreiche Lebensmittel. Wenn es draußen warm ist, halten Sie sich auch auf Balkonen auf.

Menschen-, Katzen- und Hundeflöhe
Menschen-, Katzen- und Hundeflöhe findet man vor allem in Häusern und Wohnungen in Spalte, zwischen Möbelfugen, hinter Tapeten und Bildern sowie in Betten, Decken und Teppichen. Auch Vogelnester sind häufig von Flöhen besiedelt.

Herbstmilben
Herbstmilben gehört einer Reihe von Arten an, die als sechsbeinige Larven Tiere und Menschen Blut saugen. Die Larven saugen ungefähr sechs bis acht Stunden an wechselnden Stellen und lassen sich im Anschluss einfach zu Boden fallen.

Bettwanzen
Bettwanzen findet man häufig in Hotels, Wohnungen und Jugendherbergen. Sie sticht in der Nacht um Blut zu saugen während sie am Tage verborgen hinter Bildern und Tapeten, Fußbodenleisten und zwischen Bett- und Möbelritzen lebt. Sehr interessant – Bettwanzen saugen auch Blut von Fledermäusen, Ratten, Tauben und Mäusen. Zudem können Sie monatelang hungern

Lästlinge
Lästlinge sind Arten, die keine deutliche Schadwirkung haben. Jedoch ist das massenhafte Auftreten eine starke Belästigung.

Wespen
Wespen treten in Europa nur im Frühjahr bis in den Herbst hinein auf. Einzelne Wespennester und versteckte Wespenköniginnen können aber auch auf Dachböden ganzjährig auftreten. Durch ständiges Summen, werden Wespennester oftmals entlarvt.

Wegeameisen
Wegeameisen nisten überwiegend unterirdisch in der Erde sowie in Baumstümpfen, Pflastersteinen, unter Straßen, Platten und Hausterrassen. Dabei bevorzugen Sie Kies- und Sandlagen. Wegeameisen dringen aber auch in Wohnungen ein und bevorzugen hierbei gerne Bungalowbauarten.

Tauben
Tauben treten entsprechend ihrem Revierverhalten in Schwärmen auf und grenzen ihr Gebiet stark ein. Hier finden sich dann auch ihre Nist- und Ruheplätze sowie die Futterstellen. In einer Taubenpopulation besteht eine soziale Rangordnung. Das bedeutet, dass dominierende Tauben an der Futterstelle zuerst Nahrung auf und entscheiden sich für die besten Nistplätze. Wird durch Fang- oder Vergiftungsaktionen die Taubenanzahl eines Schwarmes verringert, wandern nach einigen Wochen Tauben aus Nachbarterritorien in verkleinerte Populationen ein.

Rasenameisen
Die Rasenameise legt große Erdnester an, die oft mit einer Kuppel bedeckt ist. Dabei bevorzugt die Rasenameise sandige Stellen und Wegränder. Die Rasenameise dringt eher selten in Häuser ein. Juni bis Juli ist die Hauptschwarmzeit der Rasenameisen.

Kellerasseln
Die Kellerasseln leben von pflanzlichen Vorräten. Dabei ist der Schaden in Wohnhäusern und Kellern eher klein. Im Garten hingegen treten Schäden an Keimlingen und Jungpflanzen auf. Kellerasseln treten in Kellern, Waschküchen, hinter Kisten und Regale sowie zwischen Kartoffelhaufen auf.

Vorrats-Schädlinge
Als Vorratsschädlinge bezeichnet man Tierarten, die Nahrungs- und Genußmittel sowie Futtermittel nach der Ernte, beim Transport und während der Lagerung befallen. Zu finden sind sie in Getreidesilos, Lageräumen und in der Vorratshaltung im Haushalt.

Speckkäfer
Speckkäfer treten an tierischen Produkten, Fellen, Häuten, Trockenfutter, toten Mäusen, Därmen aber auch an fetthaltigen Pflanzenstoffen wie Federn, Haaren und Knorpeln auf. Aus diesem Grund kommen die Speckkäfer oft aus Vogelnestern. Speckkäfer dringen nur in Wohnungen ein, wenn diese einen allgemein schlechten hygienischen Zustand vorweisen.

Speichermotten
Die Speichermotten leben von pflanzlichen Vorräten und der Schaden in Wohnungen und im Keller ist dabei eher gering. Im Garten hingegen ist der Schaden schon größer, wenn sich die Speichermotte an Keimlingen und Jungpflanzen vergreift. Speichermotten treten in Kellern, Waschräumen, hinter Kisten und Regalen sowie zwischen Kartoffelhaufen auf.

Schaben
Schaben bilden mit zahlreichen Arten eine eigene Ordnung der Insekten. Schaben sind Allesfresser und besonders wärmeliebend. Durch Einschleppen mit Reisegepäck und importierten Materialien haben sich Schaben in Mitteleuropa auch mehrere Arten aus subtropischen und tropischen Gebieten etabliert. Dies kann im Einzelfall zu Massenvermehrung in Haus oder Wohnung führen. Tagsüber verstecken sich Schaben in Spalten und Ritzen, Abflussschächten und Leitungsröhren. Besonders befallen sind Umgebungen, in denen große Mengen von Nahrungsabfällen anfallen.

Mehlmotten
Die Mehlmotte ist ein ernster Vorrats-Schädling und ernährt sich von Nüssen, Trockenobst, Getreide, Gewürzen, Mehlspeisen, Insektensammlungen, Teesorten und Trockensträuchen.

Mehlkäfer
Der Mehlkäfer tritt in Mühlen, Bäckereien, Mehlvorratslager, Speicher von alten Häusern, Getreidespeicher, Rolladenkästen und Vogelnester auf. Er ernährt sich von Getreide und Mehl, Abfällen von Vogelnestern und Blütenpollen.

Mäuse
Mäuse treten in Kühl- und Lagerhäuser auf und fressen dabei Lebens- und Futtermittel sowie Papier, Textilien und Leder an. Zudem verunreinigen Mäuse diese durch ihre Exkremente.

Dörrobstmotten
Dörrobstmotten sind ebenso ernsthafte Vorrats-Schädlinge und ernähren sich von Getreide, Nüssen, Gewürzen, Trockenobst, Teesorten, Mehlspeisen und Trockensträuche.

Brotkäfer
Der Brotkäfer ist ein häufiger Schädling im Haushalt sowie in Apotheken und Drogeriemärkten. Er ist spezialisiert auf stärkehaltige Nahrung wie Brot, Nudeln, Trockenfutter, Nüsse, Kräuter, Tee, Mehl, Hülsenfrüchte, aber auch Kork, Leder, Papier und Trockensträuße.

Material-Schädlinge
Hierzu zählen Insekten, die Materialien pflanzlicher oder tierischer Herkunft schädigen können. Materialschädlinge befallen häufig hochwertige Güter wie Pelze, Wollwaren, Teppiche oder Bücher.

Teppichkäfer
Der Teppichkäfer ist ein gefährlicher Schädling für Teppiche, Wollsachen, Pelze, Leder, Seide, Federn, Horn und Insektensammlungen. In freier Natur leben die Käfer in Vogelnestern, auf Kadavern und in Nestern wilder Honigbienen.

Silberfischchen
Silberfischchen ernähren sich von pflanzlichen Vorräten. Dabei ist der Schaden in Wohnungen und im Keller nicht allzu groß. Die Schäden im Garten finden sich an Keimlingen und Jungpflanzen. Silberfischchen treten in in Waschküchen, Kellern, hinter Regalen, Kisten, zwischen Kartoffelhaufen und sonstigem feucht lagerndem Material auf.

Pelzmotten
Die Larven leben an Pelzen, Baumwolle, Wolltextilien und an allen tierischen Produkten und kommen dabei seltener vor als Kleidermotten.

Pelzkäfer
Pelzkäfer leben in Vogel- und Mäusenestern, an Haaren, Federn, Abfall, Wollsachen, Leder, Pelze und ausgestopften Tieren.

Museumskäfer
Der Museumskäfer ist ein gefährlicher Schädling für Teppiche, Wollsachen, Pelze, Leder, Seide, Federn, Horn und Insektensammlungen. In freier Natur leben die Käfer in Vogelnestern, auf Kadavern und in Nestern wilder Honigbienen.

Kleidermotten
Die Larven leben an Pelzen, Baumwolle, Wolltextilien und an allen tierischen Produkten.

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